Sofortimplantation oder Augmentation? Indikationen, Grenzen und Zeitvorteile im klinischen Alltag
Die Sofortimplantation hat sich vom Ausnahmeverfahren zu einem Standardkonzept entwickelt und stellt etablierte augmentative Vorgehensweisen zunehmend in Frage. Über den Erfolg entscheidet dabei weniger die Technik als die korrekte Fallauswahl.
Das Seminar systematisiert die Entscheidung zwischen Sofortimplantation und stufenweisem augmentativem Vorgehen anhand der aktuellen Evidenz und alltagstauglicher klinischer Kriterien. Ausgangspunkt ist die Biologie der Alveole nach Extraktion: Alveolenklassifikation, bukkale Lamelle, Gingivatyp und Weichgewebssituation werden als konkrete Entscheidungsgrößen dargestellt.
Anschließend werden die Konzepte direkt gegenübergestellt: Sofortimplantation mit und ohne Sofortversorgung, Socket Preservation, Frühimplantation sowie laterale und vertikale Augmentation. Bewertet werden Überlebens- und Erfolgsraten, ästhetische Ergebnisse, Komplikationsprofile, Behandlungsdauer und der Aufwand für Praxis und Patient.
Der dritte Teil ist praxisorientiert: schonende Extraktion, dreidimensionale Implantatposition, Spaltmanagement, Wahl des Augmentats, Weichgewebsmanagement und provisorische Versorgung. Anhand dokumentierter Fälle einschließlich Misserfolgen werden Indikationsgrenzen und typische Fehlerquellen besprochen.
Ziel ist ein klarer Entscheidungsalgorithmus, der am Folgetag in der eigenen Praxis anwendbar ist.
Schwerpunkte:
- Biologie der Extraktionsalveole und Konsequenzen für die Implantatplanung
- Alveolenklassifikation: Auswahlkriterien für und gegen die Sofortimplantation
- Sofortimplantation mit und ohne Sofortversorgung: Evidenz zu Überleben und Ästhetik
- Socket Preservation, Früh- und Spätimplantation im direkten Vergleich
- Wann laterale oder vertikale Augmentation weiterhin überlegen ist
- Chirurgisches Vorgehen und Fehlerquellen anhand dokumentierter Fälle
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