Strukturierte Fortbildung FUNKTIONSDIAGNOSTIK UND -THERAPIE
Frühbucherrabatt bis zum 08.05.2026: € 3.100. Der Rabatt wird nach Ihrer Anmeldung von uns gewährt und bestätigt.
Die Strukturierte Fortbildung besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen, von denen der erste Teil als ONLINE-Seminar und die Teile zwei bis vier als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Es wird ein aktuelles physiologisches, diagnostisches und therapeutisches Wissen vermittelt, wobei der wissenschaftlich orientierte, evidenzbasierte Ansatz stets als roter Faden dient.
In jedem der drei Präsenzteile sind viele praktische Elemente enthalten. Umfangreiche Demonstrationen und gegenseitige Übungen dienen der Vertiefung des Gelernten und der Vorbereitung auf den klinischen Alltag. Ein weiterer Inhaltspunkt ist die korrekte Abrechnung der zu erbringenden bzw. erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Kriterien.
Ziel eines jeden Kursteils ist eine klare Beantwortung der Frage „Was soll ich am Montag in der Praxis anders machen als bisher?“ Allen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern soll am Ende der Fortbildung bewusst sein, warum er bestimmte diagnostische und therapeutische Schritte ausführt und andere unterlässt.
Erster Teil "Funktion" am 19./20.06.2026 (Prof. Dr. Jens Türp, Prof. Dr. Alfons Hugger, PD Dr. Daniel Hellmann)
ONLINE-Teil
Wer Funktionsstörungen des Kauorgans zielsicher und kompetent diagnostizieren und therapieren möchte, benötigt fundierte Kenntnisse über die Funktion des Kauorgans und die Grundlagen der evidenzbasierten Zahnmedizin im Bereich der craniomandibulären Dysfunktion. In diesem Onlineteil wird Ihnen das Trio der Referenten genau diesen Überblick verschaffen und Sie auf die folgenden Präsenzveranstaltungen vorbereiten.
- Evidenzbasierte Zahnmedizin
- Aktuelle Terminologie der DGFDT
- Funktion versus Funktionsstörung/Dysfunktion
- Steuermechanismen des Kauorgans
- Bedeutung von Okklusion, Kaumuskulatur und Kiefergelenken
- Okklusion: dentalanthropologische versus zahnärztliche Sicht
- Variation der Normalität versus Behandlungsbedürftigkeit
- Was bedeutet «CMD»?
- CMD: Ätiologie / Pathophysiologie / Risikofaktoren
- Ausblicke in Richtung Diagnostik und Therapie
- Die vier Stufen der Interpretation von Befunden
Zweiter Teil "Sinnvolle und überflüssige Diagnostik" am 17./18.07.2026 (Prof. Dr. Jens Türp, Prof. Dr. Alfons Hugger)
Die Diagnostik der craniomandibulären Dysfunktionen ist bis heute von einer Vielzahl einander widersprechender Schulen geprägt. Der inhaltliche Schwerpunkt dieses Fortbildungsteils liegt auf Verfahren der Diagnostik, die aktuell, praxisrelevant und in klinischen Studien überprüft wurden.
- Valide Filterdiagnostik
- Erhebung der Krankengeschichte
- Klinische Untersuchung
- Bildgebung
- Weitere mögliche indizierte diagnostische Maßnahmen
- Umstrittene und nicht indizierte diagnostische Maßnahmen
- Diagnosestellung aus Einzelbefunden
- Interpretation
- «Einfache» versus «komplexe» Fälle
Demonstration und Hands-on:
- Demonstration der klinischen durch die Experten
- Betreute gegenseitige Übungen der klinischen Diagnostik
Dritter Teil "Therapie" am 18./19.09.2026 (Prof. Dr. Jens Türp, PD Dr. Daniel Hellmann)
Im Fokus der zahnärztlichen Therapie von craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) stehen die fundierte Aufklärung der Patientinnen und Patienten, der Einsatz von oralen Schienen, die Physiotherapie und die Einweisung in ein Eigenübungsprogramm. Es liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die die Effektivität dieser therapeutischen Ansätze bestätigen. Allerdings sind die zugrunde gelegten Hypothesen über die Wirkmechanismen teilweise von unsinnigen Vorstellungen geprägt. Auch in diesem Fall tragen die Referenten zur Aufklärung bei.
- Notwendige und nützliche versus unnötige und schädliche Behandlungsmaßnahmen
- Reversible/konservative versus irreversible/invasive Therapie
- Physikalische Therapie / Physiotherapie
- Pharmakotherapie
- Entspannungstherapie, kognitive Verhaltenstherapie
- Hands-on-Kieferrelationsbestimmung mit gegenseitigen Maßnahmen,
Schienentherapie
- Umstrittene und nicht-indizierte Therapien
- Korrekte Dokumentation
Dokumentation und Hands-on-Demonstrationen:
- Möglichkeiten der Kieferrelationsbestimmung im Rahmen der Schienentherapie
Vierter Teil "Der Blick hinter den Vorhang / Fallvorstellung" am 16./17.10.2026 (Prof. Dr. Jens Türp, Prof. Dr. Alfons Hugger, PD Dr. Daniel Hellmann)
Umsetzung der in den Teilen eins bis drei gelernten Inhalte in die Praxis: Die Referenten ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand eigener Fallbeispiele Einblicke in die Abläufe ihrer Sprechstunden. Darüber hinaus geben sie Empfehlungen für die Bewältigung schwieriger Situationen. Zudem wird die korrekte und ökonomische Abrechnung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen (einschliesslich der Anwendung von Analogpositionen) vermittelt, wobei auch die Abrechnungs-möglichkeiten in Deutschland und der Schweiz verglichen werden. Es steht ausreichend Zeit für den kollegialen Erfahrungsaustausch rund um die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit CMD zur Verfügung.
Es findet ein Abschlussgespräch mit einer Fallpräsentation aus Ihrer Praxis statt.
Termine
Merzhauser Str. 114 - 116
79100 Freiburg


