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Innovationen dentaler Adhäsivtechniken - Beppen im Team

1. Vortrag von 9:00-10:30 Uhr "Adhäsivsysteme - State of the Art" (Prof. Dr. Rainer Haak)


Adhäsivsysteme sind in der modernen restaurativen Zahnmedizin unverzichtbar geworden und viele restaurative Lösung werden erst durch einen adhäsiven Verbund zur Zahnarztsubstanz möglich. Die etablierten Systeme sind nunmehr seit über 30 Jahren verfügbar und haben sich langfristig bewährt. Besteht vor diesem Hintergrund überhaupt die Notwendigkeit, sich mit neuen Produkten zu beschäftigen?
Ziel dieses Vortrages ist es, den aktuellen Stand der Möglichkeiten in der Adhäsivtechnik darzustellen und die Frage zu beantworten, ob und welche sinnvollen Wechseloptionen es bei modernen Adhäsivsystemen gibt.


2. Vortrag von 11:00-12:30 Uhr „Neu = besser? Reparatur zahnärztlicher Restaurationen“ (Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs)



Die intraorale Reparatur bestehender Restaurationen bietet gegenüber einer kompletten Neuanfertigung viele Vorteile, in erster Linie kann durch ein minimalinvasives Vorgehen gesunde Zahnhartsubstanz geschont werden. Dabei ist die richtige Indikationsstellung von entscheidender Bedeutung für die Langzeitstabilität der reparierten Restauration. Nicht-exkavierbare Karies oder das Wiederholen eines systematischen Fehlers, der zum Versagen der Primärrestauration geführt hat, stellen absolute Kontraindikationen für die Reparatur dar. Kann jedoch die Überlebensdauer der Primärrestauration durch eine Reparatur signifikant verlängert werden, stellt sich die Frage nach dem geeigneten Reparaturkonzept.
Aufgrund der Fülle an intraoral eingesetzten Restaurationsmaterialien existieren verschiedene Reparaturkonzepte, die sich je nach vorliegendem Primärmaterial erheblich unterscheiden. Entscheidend für eine langzeitstabile Reparatur ist die mechanische Vorbehandlung der Restaurationsoberfläche. Heutzutage stellt Komposit in Verbindung mit einer geeigneten adhäsiven Vorbehandlung der Oberflächen das Standardmaterial bei intraoralen Reparaturen dar. Neben der systematischen Darstellung von Reparaturkonzepten werden mit klinischen Fällen mit Nachbeobachtungszeiten von mehreren Jahren gezeigt, dass sowohl Komposit-, Amalgam-, Keramik- und Gussrestaurationen langzeitstabil repariert werden können.
Bei richtiger Indikationsstellung und der Anwendung eines geeigneten Reparaturkonzeptes stellen Reparaturen somit eine bewährte Therapieoption als Alternative zur Neuanfertigung dar.


Schwerpunkte:


- intraorale Reparatur bestehender Restaurationen als minimalinvasive Behandlungsoption
- Indikationsstellung entscheiden für Prognose der reparierten Restauration
- Kontraindikationen beachten (z.B. nicht-exkavierbare Karies, systematischen Fehler)
- Reparaturkonzept muss an das Primärmaterial angepasst sein
- neben mechanischer Vorbehandlung der Oberfläche auch adhäsives Prozedere von entscheidender Bedeutung


3. Vortrag von 13:30-15:00 Uhr "Bohren Sie noch oder infiltrieren Sie schon?" (Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel)


Es muss nicht immer alle Karies entfernt werden! Wurde man vor 20 Jahren für diese Haltung noch stark kritisiert, hat sich das „Heal and seal Konzept“ zur Behandlung der Karies wissenschaftlich durchgesetzt und ist inzwischen das Leitmotiv für viele Kolleginnen und Kollegen in der zahnärztlichen Praxis. Zur Umsetzung sind ein grundlegendes Verständnis über die Entstehung und Progredienz der Karies, neue diagnostische Möglichkeiten, sowie Therapien notwendig. Die Kariesinfiltration ist hierbei ein nicht mehr wegzudenkender Teil einer minimalintervenierenden Behandlungsstrategie. Dieser Vortrag wird praktische Tips sowie die Evidenz der Infitrationstechnik zur Behandlung mittlerer approximaler Karies sowie der ästhetischen Maskierung von Karies, aber auch weiterer sogenannter „white-spots“ (d.h. Fluorose, MIH, Turner-Zähne) aufzeigen.


Schwerpunkte:


- Kariesinfiltration approximal - Anwendung, Evidenz
- Therapieentscheid okklusal versus approximal
- Infiltration aus ästhetischen Gründen bei Karies und anderen "white spots"

Kurs-Nr.:
24FKZ31021
Datum:
Sa., 30.11.2024
Uhrzeit:
09:00 - 15:00 Uhr
Ort:
FR - Konferenzraum 1-4
Merzhauser Str. 114 - 116
79100 Freiburg
Seminargebühr:
275,00 €
Fortbildungspunkte:
7